Peeling

Was ist unter einem Peeling der Haut zu verstehen?

Die Exfoliation der Haut durch Peelingtechniken hat eine lange Geschichte. So benutzten die alten Ägypter tierische Öle, Salze und Alabaster, um ihre Haut ästhetisch zu verbessern. Später wurden Mixturen aus Schwefel, Senf und Sand benutzt, um den Aspekt der Haut zu verschönern. Innerhalb der modernen Medizin waren Hautärzte die Pioniere im Peeling der Haut zu therapeutischen Zwecken. Die ersten Berichte zu diesem Verfahren tauchen nach der Jahrhundertwende auf. In den 60er Jahren griffen dann auch plastische Chirurgen diese Verfahren auf. Heute existieren verschiedene standardisierte Techniken, die sowohl wissenschaftlich als auch klinisch abgesichert sind.
Peeling, auch Chemoexfoliation oder Chemochirurgie genannt, ist die Anwendung eines mehr oder weniger hautreizenden Stoffes, durch den Teile der Hornhaut (Epidermis) und/ oder der 2. Hautschicht (Dermis) abgetragen werden, woraufhin sich eine neue Epidermis und neues dermales Gewebe bildet. Das Hautpeeling setzt auf chemisch-biologischem Wege Schäden, wodurch die obersten Hautschichten verätzt werden. Diese stoßen sich ab und machen einer frischen und glatten Hautschicht Platz, die sich aus der Tiefe neu gebildet hat. Die Anwendung solcher Substanzen erzeugt sozusagen eine kontrollierte Wunde, die zu einer Hautverjüngung führt, im Rahmen derer Pigmentflecken, Sonnenschäden, Verhornungsstörungen, Fältchen und oberflächliche Narben verschwinden können.

Welche Hautveränderungen können mittels Peeling behandelt werden?

Die Hautverjüngung mittels Peeling eignet sich zur Glättung von Altersfalten, Akne- und Unfallnarben, oberflächlichen Pigmentflecken sowie Sonnenschäden der Haut und einigen Vorstufen des Hautkrebses. Weiterhin können mit diesem Verfahren auch Erkrankungen der Talgdrüsen wie die Akne und die Rosacea in Folge einer längerfristigen Vergrößerung der Talgdrüsenporenöffnung deutlich gebessert werden.

Wie läuft die Behandlung ab?

Die Substanzen, mit denen ein Hautpeeling durchgeführt wird, sind unterschiedlicher Natur. Eine oberflächliche Hautschälung wird z. B. durch Kräuter-, Salz- oder Zuckerpeelings erreicht, wie sie in der Kosmetik üblich sind. Eine Verbesserung des Hautreliefs kann von diesen milden Peelings nur im begrenzten Umfang erwartet werden. Dafür sind allerdings auch die Nebenwirkungen sehr gering.



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